Klimaschutz vor Ort mit dem Klimaschutzmanagement
Die zwanziger Jahre dieses Jahrhunderts sind das entscheidende Jahrzehnt im Kampf gegen den Klimawandel. Dazu sind weiterhin und noch verstärkt Anstrengungen - auch in der Gemeinde - erforderlich, um ihn aufzuhalten und sich gleichzeitig an veränderte klimatische Bedingungen anzupassen. Bereits in 2011 hat die Gemeindevertretung beschlossen , dass Kaufungen bis 2030 CO2-neutral werden soll. Das Klimaschutzkonzept, dass wir daraufhin bis 2013 erarbeitet und 2019 fortgeschrieben haben, zeigt uns dafür die Wege und Maßnahmen auf. Ich will, dass unser Klimaschutzkonzept weiter Schritt für Schritt umgesetzt wird. Dafür haben wir die Stelle des Klimaschutzmanagements in 2020 neu eingerichtet. Vorbereitend hatten wir unser Klimaschutzkonzept durch eine Fortschreibung auf den aktuellsten Stand gebracht und daraus im Ausschuss Bauen–Planen–Umwelt–Energie und öffentlichen Bürger*innen-Workshops ein Anforderungsprofil und einen Aufgabenkatalog für das Klimaschutzmanagement erarbeitet. Die Stelle des Klimaschutzmanagements ist zunächst auf die Dauer der Förderung durch den Bund befristet. Ich will sie verstetigen, wenn die Förderung ausläuft.
Ein zentrales Anliegen beim Klimaschutz bleibt für mich die Energiewende. Und dazu gehört insbesondere die Förderung regenerativer Energie und die dezentrale Energieerzeugung. Wir wollen mehr Energie vor Ort erzeugen. Die Wertschöpfung soll in der Region bleiben und wir wollen vor Ort mehr Einfluss auf den Energiebereich haben. Die Bürgerinnen und Bürger und die Gemeinden sollen sich an den regionalen Anlagen der erneuerbaren Energieerzeugung beteiligen können. Das erhöht die Akzeptanz in der Bevölkerung und stärkt den öffentlichen Einfluss.
Dafür haben wir seit 2010 wichtige strukturelle Weichen gestellt. Die örtlichen Stromnetze wurden rekommunalisiert und in 2014 das Gemeindewerk Kaufungen gemeinsam mit den Stadtwerken Kassel gegründet. Unseren Eigentumsanteil daran haben wir in 2017 auf 25,1% erhöht und damit eine Sperrminorität erworben.
Wir haben den Aufbau des Windparks Stiftswald gefördert und die Gemeinde hat sich daran ebenso beteiligt wie an dem Windpark Kreuzstein. Hier betreiben regionale Investoren (Bürgerenergiegenossenschaften, Stadtwerke, Gemeinden, u.a.m.) gemeinsam dezentrale Unternehmen zur Erzeugung regenerativer Energie. Die Gewinnausschüttungen aus diesen beiden Windparks tragen u.a. zur Finanzierung des Klimaschutzmanagements bei.
Unsere Kaufunger Bürgerenergiegenossenschaft, die in 2012 gegründet wurde, ist ein wichtiges Instrument zur Organisation der Bürgerbeteiligung im Energiesektor („Energie in Bürgerhand“). Ich unterstütze die Arbeit der Genossenschaft.
Ich habe die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED begonnen und kontinuierlich vorangetrieben. Von 2016 bis 2020 wurde der Anteil von 39% auf 67% ausgebaut. Insgesamt wurden damit in meiner Amtszeit 2/3 der Straßenlaternen auf LED umgestellt. Diese Maßnahme will ich in den nächsten Jahren abschließen.
Die Gebäude der Gemeinde sollen, wo noch nicht geschehen, schrittweise energetisch saniert werden. Das nächste Objekt ist die Haferbachhalle.
Der Klimaschutz ist auch ein Thema bei unseren Kindern und Jugendlichen. Unsere Kindertagesstätten nehmen an „Clever fürs Klima“ teil, dem Energiesparmodell für Schulen und Kindertagesstätten in den Städten und Gemeinden des Landkreises Kassel. Und im ersten Kinder- und Jugendforum in 2019 hat sich eine Umweltschutzgruppe gebildet, die mit verschiedenen Aktionen bis heute aktiv ist.
Veröffentlicht: 28.11.2021


