Gemeinsam die Folgen der Pandemie bewältigen

Seit 2020 erleben wir mit der Pandemie eine große, weltweite Krise.
Diese Krise berührt und betrifft alle Bereiche des gemeindlichen Lebens und jede und jeden von uns auch persönlich. Unser Leben hat sich nahezu vollständig verändert. Nichts ist mehr so, wie es war. Wir fühlen uns bedroht und haben Angst. Viele von uns müssen Verluste ertragen, insbesondere im persönlichen Umfeld und mit Verzichten umgehen.
Wir müssen Verantwortung übernehmen im politischen, staatlichen Bereich und auch auf Gemeindeebene bisweilen unbequeme Entscheidungen treffen. Immer wieder sind viele Bereiche des Gemeindelebens neu zu strukturieren. Das war und ist für die Gemeindegremien und die Verwaltung eine große Herausforderung. Es ging und geht darum, die Vorgaben des Bundes und des Landes auf die Kaufunger Verhältnisse umzusetzen. Das Ziel ist der bestmögliche Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor dem Virus.
Wir müssen alle auch persönlich Verantwortung übernehmen und aufeinander Rücksicht nehmen. Dazu gehört für mich unter anderem, sich impfen zu lassen, wenn gesundheitlich nichts dagegen spricht.
Wir erleben auf neue Weise, wie wichtig es ist, sich gegenseitig zu helfen und zusammenhalten. Viele mutmachende Zeichen der Zuwendung und der Solidarität haben wir gesehen in dieser Krise. Viele Menschen haben sich - mit Abstand - für andere engagiert. Sie haben geholfen Einsamkeit zu vermeiden, neue Kontaktwege hergestellt und „erfunden“ und Freude bereitet. Und bewundernswert ist die Geduld und Konsequenz, mit der die allermeisten Mitbürgerinnen und Mitbürger die teilweise einschneidenden Maßnahmen zum Schutz vor dem Virus mitgemacht haben und mitmachen. Für diesen Zusammenhalt und diese Geduld bin ich allen dankbar und stolz auf unsere Gemeinde.
Wie alle großen Krisen wird auch diese unsere Gesellschaft verändern und die Verarbeitung des Erlebten einen Neuaufbau erfordern, wenn sie zu Ende ist.
Wir müssen davon ausgehen, dass die Pandemiekrise zu Veränderungen in den persönlichen und individuellen Verhaltensweisen führt und sich in der Folge auch auf das Gemeindeleben auswirkt. Das betrifft die Vereinslandschaft, den Kulturbereich und das Gemeinschaftsgefüge, die in unserem Ort einen sehr hohen Stellenwert haben.
Das gilt auch für die wirtschaftliche Entwicklung. Einerseits sind viele Kaufunger Firmen international aufgestellt und operieren weltweit. Damit sie weiterhin erfolgreich sind, sind für uns auch die internationalen Strategien der Pandemiebekämpfung von Bedeutung, auch wenn wir sie nicht beeinflussen können. Denn die Gewerbesteuereinnahmen sind wichtig für die Gemeinde. Andererseits leben die Gastronomiebetriebe und die vielen kleinen Ladengeschäfte vor Ort, insbesondere entlang der Leipziger Straße, von den Bürgerinnen und Bürgern in Kaufungen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass hier kein nachhaltiger Schaden durch die Pandemie eintritt.
Um die negativen Folgen der Pandemie in diesen Bereichen vorzubeugen habe ich bereits im Sommer 2020 das Corona-Hilfeprogramm „Kaufungen blickt nach vorn“ initiiert. Viele kleine aber wichtige Hilfen in den Bereichen Gewerbe, Kultur, Vereinsleben und Bildung wurden darüber bereits gewährt. Das Ziel ist, in ortsspezifischen Problemlagen zu unterstützen, wo die großen Programme des Bundes und des Landes nicht greifen. Damit setzt auch die Gemeinde ein Zeichen der Solidarität an unsere Gewerbetreibenden, Vereine, Schulen usw. Das will ich fortführen, solange es eine Notwendigkeit dafür gibt.
Veröffentlicht: 28.11.2021


